Tag 18 - Stjørdal (NO) nach Åndalsnes (NO)

Am 18. Tag bin ich bereits früh am Morgen Richtung Trondheim gefahren, zuerst war ich noch bei Coop in Stjørdal laden bevor es direkt in die Stadt ging. Wiedereinmal hätte ich mir das Laden dort ersparen können aber ich musste den IONIQ wieder vom Schlafmodus in den Fahrmodus zurückumbauen.

In Trondheim hatte ich mir extra eine Parkgarage ausgesucht wo ich laden konnte. Leider habe ich bei der Einfahrt die falsche Ebene genommen und war natürlich auf der Ebene wo keine Ladestationen waren. Konnte dann während des Parkens leider nicht laden und musste somit nachher noch laden.

Nach einem kurzen Spaziergang durch Trondheim, bin ich wieder zurück zu meinem Auto und in Richtung Atlantikstraße aufgebrochen. Dadurch, dass ich beim Parken nicht geladen hatte, wollte ich noch bei einer Ladestation vorbei. Im Nachhinein betrachtet war dieser Ladestopp (wieder einmal) nicht notwendig, da hätte ich noch einige Kilometer weiter fahren können. Habe bei dieser Ladestation also nicht einmal 10 Minuten geladen, gemeinsam mit einem Nissan Leaf.

Spaziergang durch Trondheim
Spaziergang durch Trondheim

Danach ging es weiter zur nächsten Ladestation, welche etwa 120 km entfernt bei Valsøyfjord liegt. Nach einem kurzen Ladestopp von 19 Minuten bin ich weiter und zur Fähre von Halsa nach Kanestraum. Wie bei den anderen Fähren zahlt man in Norwegen mit einem Elektroauto nur den halben Preis. Auf dieser Fähre habe ich mich mit dem "Ticketverkäufer" etwas unterhalten. Er meinte, dass vermutlich in Kürze der 50% Rabatt für Elektroautos bei den Fähren entfällt. Anfangs hat man für die Fährüberfahrt von Elektroautos nichts bezahlt, es mussten nur Tickets für die Insassen bezahlt werden. Das wurde schon aufgehoben und nun gibt es "nur" noch den 50% reduzierten Preis. Er hat mir auch erzählt, dass ich bis dahin erst der dritte ausländische Elektroauto-Fahrer bin dem er ein Ticket verkauft hat. Die andere waren zwei Teslas aus Deutschland. Dann war die Überfahrt auch schon vorbei und es ging weiter nach Kristiansund, dort konnte ich noch einmal Laden vor der Atlantikstraße.

Bei der Ladestation in Kristiansund hatte ich Glück und es war noch ein schmaler Parkplatz zwischen einem Tesla Model X und einem Nissan Leaf frei, wo ich laden konnte. Neben mir ein weiterer Leaf und eben das Model X geladen, der Leaf auf der anderen Seite ist auf einem normalen Parkplatz gestanden. Auf diesem gesamten Parkplatz hat man überhaupt das e-mobile Norwegen gut erkennen können. Es waren so ziemlich alle Marken von Elektrofahrzeugen vertreten, der Parkplatz war aber recht klein. Nach etwa 15 Minuten ging es weiter zur Atlantikstraße, nachdem ein weiterer Leaf gekommen ist und auf meinen Platz am Schnelllader wartete.

Atlantikstraße
Atlantikstraße

Bevor es zur Atlantikstraße geht, musste ich noch durch den Atlanterhavstunnel. Dieser ist ein knapp 6 km langer Tunnel welcher an der tiefsten Stelle 250 m unter dem Meerespiegel verläuft und mautpflichtig ist. Dieser wird aber nicht wie fast alle anderen mautpflichtigen Strecken in Norwegen mit dem "Autopass-Tag" abgerechnet, sondern ist direkt dort zu bezahlen. Dort habe ich dann, in einer etwas eigenartigen Konversation erfahren, dass Elektroautos dort keine Maut zu bezahlen haben. Es gilt dort ein ähnliches Konzept wie auf Fähren, der Fahrer und das Auto sind kostenlos, wenn weitere Passagiere dabei sind muss für diese bezahlt werden.

Dann ging es aber endlich zur Atlantikstraße, wie auch beim letzten mal mit dem Verbrenner vor zwei Jahren, war auch dieses mal herrliches Wetter. Wobei ich die Atlantikstraße auch gerne einmal bei Sturm und Regen erleben wollen würde, hat sicher auch seinen Reiz. Es war an dem Tag nur etwas windig, im Auto war es aber herrlich warm.

Wunderbares Wetter bei der Atlantikstraße
Wunderbares Wetter bei der Atlantikstraße

Von der Atlantikstraße ging es dann weiter nach Åndalsnes wo ich direkt im Zentrum an einer Schnellladestation geladen habe. Nach etwa 20 Minuten bin ich weiter zu einem Campingplatz in Åndalsnes. Geladen habe ich dort dann nicht, Auto war ja schon entsprechend voll und in Norwegen gibt es genügend andere Möglichkeiten zu laden.

An diesem Tag bin ich eine Strecke von etwa 400 km gefahren. Der durchschnittliche Verbrauch lag bei 11,9 kWh/100km.

Kategorien: Road Trip 2018